Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) — Vidada SaaS (B2B)

Anbieterin: New Media Service GmbH, Maggistr. 5, 78224 Singen · HRB 731293 (AG Freiburg) · USt-IdNr. DE 281 555 447 · info@nms.de

Stand: Juni 2026 · Fassung: 2026-06 · Adressatenkreis: ausschließlich Unternehmer i. S. v. § 14 BGB (B2B). Kein Verbrauchergeschäft.

*(Redaktionelle Korrektur 17.07.2026: veraltete Telefonnummer aus der Anbieter-Zeile entfernt — keine inhaltliche Vertragsänderung, Fassung unverändert.)*


§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung Vidada (Zeiterfassung, Dienst-/Schichtplanung, Abwesenheits- und Krankheitsverwaltung, Lohn-/Gehaltsexport) zwischen der New Media Service GmbH („Anbieterin") und dem Kunden.

(2) Der Vertrag richtet sich ausschließlich an Unternehmer (§ 14 BGB), juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. § 310 Abs. 1 BGB gilt.

(3) Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, die Anbieterin stimmt schriftlich zu.

(4) Vorrang des AVV: Für die Verarbeitung personenbezogener Daten gilt ergänzend und in datenschutzrechtlichen Fragen vorrangig der Auftragsverarbeitungsvertrag (Anlage 1, docs/legal/AVV_Auftragsverarbeitung_Art28.md).

§ 2 Vertragsgegenstand & Leistungsumfang

(1) Die Anbieterin stellt dem Kunden Vidada als webbasierte Mietsoftware (SaaS) über das Internet zur Nutzung bereit. Der Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils gewählten Paket-/Leistungsbeschreibung.

(2) Die Software wird in einem Rechenzentrum innerhalb der EU betrieben (Supabase, Frankfurt a. M.; Auslieferung Vercel fra1). Übergabepunkt ist der Routerausgang des Rechenzentrums.

(3) Die Anbieterin entwickelt die Software laufend weiter. Funktionsänderungen sind zulässig, soweit der vertragsgemäße Kernnutzen erhalten bleibt.

§ 3 Verfügbarkeit / SLA

(1) Die Anbieterin schuldet eine Verfügbarkeit von 99,0 % im Jahresmittel (sofern nicht im Paket abweichend zugesichert), gemessen am Übergabepunkt.

(2) Ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster sowie Ausfälle außerhalb des Verantwortungsbereichs der Anbieterin (höhere Gewalt, Störungen bei Sub-Dienstleistern, Internet).

§ 4 Mitwirkungspflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist für die rechtmäßige Nutzung verantwortlich, insbesondere für das Vorliegen einer Rechtsgrundlage zur Verarbeitung der Beschäftigtendaten (§ 26 BDSG), die ggf. erforderliche Mitbestimmung des Betriebsrats (BetrVG § 87 Abs. 1 Nr. 6, siehe docs/legal/Mitbestimmung_BetrVG_87_Leitfaden.md) sowie die Information seiner Beschäftigten (Art. 13/14 DSGVO).

(2) Der Kunde hält Zugangsdaten geheim und verwaltet die Rollen-/Rechtevergabe seiner Nutzer eigenverantwortlich.

(3) Der Kunde ist im Verhältnis zu seinen Beschäftigten Verantwortlicher i. S. d. DSGVO; die Anbieterin ist Auftragsverarbeiterin.

§ 5 Vergütung, Fälligkeit, Zahlung

(1) Die Vergütung richtet sich nach dem gewählten Paket (i. d. R. pro aktivem Beschäftigten/Monat). Alle Preise verstehen sich zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

(2) Die Abrechnung erfolgt über Stripe Payments Europe Ltd. Rechnungen werden elektronisch nach § 14 UStG bereitgestellt (Pflichtangaben inkl. USt-IdNr. DE 281 555 447).

(3) Reverse-Charge: Bei Leistungen an Unternehmer im EU-Ausland mit gültiger USt-IdNr. erfolgt die Abrechnung ggf. im Reverse-Charge-Verfahren (§ 13b UStG / Art. 196 MwStSystRL).

(4) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regeln (§§ 286, 288 BGB; Verzugszins für Unternehmer).

§ 6 Vertragslaufzeit & Kündigung

(1) Der Vertrag beginnt mit Aktivierung. Sofern nicht anders vereinbart, läuft er monatlich und ist mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende kündbar; bei Jahrespaketen gilt die jeweils vereinbarte Laufzeit.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(3) Testphase: Test-Firmenkonten bleiben nach Ablauf zunächst gesperrt erhalten und werden 90 Tage nach Ablauf samt aller Daten endgültig gelöscht (Vorwarnung 10 Tage vorher).

(4) Datenexport bei Vertragsende: Der Kunde kann seine Daten vor Löschung in einem gängigen Format exportieren (siehe AVV § 5). Nach Ablauf der Aufbewahrungs-/Rückgabefrist werden die Daten gelöscht.

§ 7 Nutzungsrechte

Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht, die Software bestimmungsgemäß zu nutzen. Eigentums-/Urheberrechte an der Software verbleiben bei der Anbieterin.

§ 8 Gewährleistung

(1) Es gilt Mietrecht (§§ 535 ff. BGB) für die Überlassung auf Zeit. Die Anbieterin gewährleistet die im Wesentlichen vertragsgemäße Beschaffenheit während der Mietzeit.

(2) Eine Haftung für unerhebliche Minderungen der Tauglichkeit ist ausgeschlossen; die verschuldensunabhängige Mietminderungs-Garantiehaftung (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB) wird ausgeschlossen.

§ 9 Haftung

(1) Die Anbieterin haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper, Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und im Umfang einer übernommenen Garantie.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet die Anbieterin nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

(3) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Die Haftung nach Art. 82 DSGVO bleibt unberührt.

(4) Der Kunde ist für die Sicherung seiner exportierten Daten mitverantwortlich; bei Datenverlust haftet die Anbieterin nur für den Aufwand, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung erforderlich gewesen wäre.

§ 10 Datenschutz

Die Anbieterin verarbeitet personenbezogene Daten als Auftragsverarbeiterin gemäß AVV (Anlage 1). Für eigene Verarbeitungen (Website, Abrechnung) gilt die Datenschutzerklärung (/datenschutz).

§ 11 Geheimhaltung

Die Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich; dies gilt über das Vertragsende hinaus.

§ 12 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. (2) Gerichtsstand für Kaufleute ist der Sitz der Anbieterin (Singen / zuständiges Gericht), soweit gesetzlich zulässig. (3) Änderungen/Ergänzungen bedürfen der Textform. Änderungen dieser AGB werden dem Kunden mindestens 30 Tage vorab in Textform mitgeteilt und gelten als genehmigt, wenn er nicht innerhalb dieser Frist widerspricht (Hinweis auf Widerspruchsrecht und Frist erfolgt). (4) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.

Anlagen

  • Anlage 1: AVV (AVV_Auftragsverarbeitung_Art28.md) inkl. TOM und Unterauftragsverarbeiter.
  • Leistungs-/Paketbeschreibung (separat im Buchungsprozess).

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